Die Ganza ist auch bekannt als Chocalho (sprich: schokalju),
Roccar (hokar) oder ganz einfach Shaker. Es gibt verschiedene Ausführungen.
Sie ist ein Aluminium-Gestell mit Schellen (siehe Foto) oder in leiserer Ausführung ein Schüttelrohr aus Metall, das mit Sand, feinem Kies oder Reis oder Metallkügelchen gefüllt ist.
So einfach die Ganza ist, so ist sie für die Samba einfach unentbehrlich. "So wie die Surdo den Herzschlag liefert, schütte(l)t die Ganza als höchste Stimme das Adrealin aus, um die Samba hochzupeitschen. Die Ganza schafft einen rhythmischen Grundteppich. Das Spiel der Ganza sieht leicht aus, ist es aber nicht. Es erfordert einige Übung und vor allem Kraft."
Die Surdo ist eine Zylinder-Trommel in verschiedenen Größen aus
Aluminium (gelegentlich Holz) hergestellt, deren Schlagfell, mit Natur- oder Kunstfell bezogen und somit auch zu stimmen geht. Das untere Resonanzfell ist meist ein Kunstfell.
Übrigens: eigentlich heißt es auf brasilianisch, o surdo = der Surdo ('o' = männliches Pronomen), im deutschen Sprachgebrauch heißt es jedoch: die Trommel, daher wird hierzulande meist "die" Surdo" gesagt. Dies gilt auch für Repi, Tamborim, Pandeiro etc.
Surdo bedeutet übersetzt "taub" und laut einer Legende wurde diese Basstrommel im Carneval für die „tauben“ Europäer eingeführt, damit auch sie den Rhythmus hören können. Der Surdo bildet das Fundament einer Bateria (Trommelgruppe)
Wie spielt man die Surdo?
Die Surdo wird entweder über einen Schulter-, besser aber durch einen Hüftgurt getragen und mit zwei Schlägeln oder einem Schlägel und einer Hand gespielt. Sie stammt vermutlich von der großen portugiesischen Zépereira-Trommel ab.
Um den schönsten Ton aus der Surdo herauszukriegen sollte man möglichst in der Mitte des Fells spielen. Die linke Hand dämpft den Ton (= "muftle", in den Noten oft mit "+' bezeichnet) indem sie kurz vor einem Schlag der rechten auf das Fell zum Abdämpfen gelegt wird oder läßt ihn offen ("o"). Als besonderen Effekt kann man auch rim-sounds spielen, indem man mit dem hölzernen Griff des Schlegels auf den Metallring der Surdo schlägt.
Auch Schläge mit dem Schlägelstiel auf den Spannreifen sind in kleinerer Besetzung (Pagode, s.u.) gebräuchlich.
Sie hat einen tiefen, durchdringenden Klang (Bass-Stimme) und sorgt so für den Herzschlag in der Samba. Die Surdo ist also dasjenige Instrument, das die Bateria zusammenhält. Sie legt das rhythmische Fundament, auf das die anderen Instrumente aufbauen. Sie hält den Rhythmus und kann den Swing in die Stücke bringen.
Samba Batucada beginnt meist mit einem Auftakt von der tiefen Surdo. Sie ist also wirklich das Herz der Batucada. Die Surdorspieler haben also auch eine große Verantwortung zu tragen, da eine Batucada nur so gut sein kann wie Ihre Surdos. Eine gute Surdo-Section kann auch kleine Fehler und Unregelmäßigkeiten der anderen Instrumente überspielen und wieder wettmachen.
Das Spiel der Surdos ist durch das als »Marcação« bezeichnete Auf- und Ab gekennzeichnet - auch als Beat (Surdo) und Off-Beat (Contra-Surdo) bezeichnet. In kleinen Besetzungen kommt der Off-Beat, gespielt von den kleineren Contra-Surdos, auf der Eins, der Beat der großen Surdo auf zwei, wobei die "Brakes" eine Ausnahme bilden
Im Allgemeinen sind beim Rio-Samba drei Surdo-Stimmen besetzt, wobei jede Stimme je nach Samba-Schule zwischen 10 und 40 Spielern haben kann Je nach Größe der Bateria gibt es eine oder mehrere Stimmen für die Surdos. Lange Zeit gab es nur zwei solche Stimmen:
Die Erste wird auf einer Surdo mit großem Durchmesser (24 oder 22") gespielt. Die größte Surdo mit dem tiefsten Klang heißt Surdo de Prima oder Surdo Marcacao (=markierend), dann gibt es die Centrador und die Chamador. Sie spielt immer auf die '2' im 2/4-Takt. Sie ist die wichtigste Stimme; wenn in kleineren Besetzungen nur eine Surdo besetzt ist, spielt sie (mit Variationen) diese Stimme.
"Viele verschiedene Namen trägt dieses Instrument, z.B.: Surdo de Primeira (erste Surdo), Abre Alas (= öffne die Arme) oder Tremme Terra (Erdbeben). Es sind aber auch die Namen Gigante, Treme Terra und Contra-Surdo bekannt.
Die Andere, Surdo de Segunda oder Surdo Resposta (=antwortend), wird auf einer Surdo mit kleinerem Durchmesser (22" oder 20") gespielt. Sie ist die kleinste und aktivste Surdo, die im allgemeinen eine Oktave höher gestimmt ist: Surdo de Secunda (zweite Surdo), Contrasurdo, Reposta (Antwort) usw."
"Später kam eine dritte Stimme hinzu: Surdo Centrador, Surdo Medium oder Maracana (benannt nach der Surdogröße, die gerade noch durch die schmalen Tore des Maracana Fußballstadions in Rio passt). Die mittlere heißt auch Contra-Surdo. Sie spielt immer auf der '1' jedes Taktes. Bei Ensembles mit drei Surdostimmen werden die Stimmen dieser Surdos gänzlich ohne Variation gespielt!"
Große Sambaschulen haben heutzutage meist fünf Surdostimmen.
Die hohe Surdo (20", 18" oder 16") heißt Surdo de Terceira oder Surdo Courte (=schneidend), auch Surdo Centrador (=zentrierend).
"An den Namen kann man schon ihre ambivalente Stellung im rhythmischen Gefüge erkennen. Sie verdoppelt die Stimme der ersten Surdo, allerdings stark variierend und mit vielen Synkopen. Je nach Samba-Schule kann sie improvisieren oder spielt 4-16 taktige, z.T. stark synkopierte Figuren.Typisch für die Surdo terceira ist, dass sie nach dem Tutti-Einsatz eine 4-8 taktige, sehr stark auf 8el oder 16tel Offbeats basierende Figur spielen, die von Samba-Schule zu Samba-Schule unterschiedlich ist, und die dem Tutti-Einsatz etwas lawinenartiges verleiht.
Eine häufige Stimmung der Surdos ist (unabhängig von der absoluten Tonhöhe): 24/22" Grundton, 22/20" Quart, seltener Quint, 20/18" große Sext oder Sept. Allerdings orientieren sich die mestres de bateria weniger an exakten Intervallen, sondern einem guten Klang jeder Surdo-Größe.
In den bahianischen Trommel-Stilen gibt es meist vier Surdostimmen: 24, 22, 20, 18" . Die 24 und 20" spielen wie in Rio die '2' und '1' . Die 22 und 18" sind sich rhythmisch ähnlich und spielen komplexere Muster, allerdings spielt die 22" oft dichtere Linien als die 18" und die Auftakte zum Groove . Beide Stimmen können auch improvisieren. Die Trommel-Kessel sind beim Samba-Reggae übrigens häufig flacher als beim Rio-Samba. Mögliche Stimmungen: 24" Grundton, 22" Quarte, 20" Quinte, 18" kleine oder große Sept. Oder 24" Grundton, 22" kl.Terz, 20" kl.Sexte, 18" kl. Sept oder Oktave (bezogen jeweils auf den Grundton)."

Mit der Apito gibt der Masterdrummer / Dirigent seine Kommandos
- sie ist eine 3-Ton-Pfeiffe bei der man durch Öffnen bzw. Schließen zweier zusätzlicher Löcher drei verschieden Töne erzeugen kann.

Die Timba wurde angeblich Ende der 80er Jahre von Carlinhos Brown erfunden, der auch seine erste Gruppe 'Timbalada' nach diesem Instrument benannte. Heute wird sie vorwiegend in Bahia und mit beiden Händen gespielt. Durch die Haltung der Hände und der variierenden Positionierung der Schläge auf dem Fell entstehenden die gewünschten Klänge. Der Name des Instruments und die Spielarten unterscheiden sich je nach Region in Brasilien.
Timbas gibt es mit Holz oder Metallkessel, sie haben eine konische Form, die unten offen und oben mit einem Kunstfell bezogen ist, das stimmbar ist. Die Timba wird beim Spielen mit einem Schulter- oder Hüftgürtel getragen
Durchmesser: 10" bis 14", Länge 50, 70 oder 90cm. Der Klang ist einer Djembe ähnlich, allerdings mit nur schwachen Basstönen und sehr trockenem Klang. Die Spieltechniken entsprechen denen der Djembe (Open, Slap und Bass).