Die Repenique ist eine mittelgroße Zylindertrommel. Der Name des Instruments bedeutet so viel wie »gegen den Akzent schlagen« oder »eigene Akzente einschieben«.

Sie wurde von den portugiesischen Militärkapellen übernommen, auch Snaredrum genannt und mit einem Schlegel in der rechten Hand und mit der freien linken Hand geschlagen.

Sie ist die Trommel des Dirigenten und spielt deswegen auch viele rhythmische Zeichen für das gesamte Ensemble (Chamadas, Entradas). Sie ist aber auch ein wichtiges Groove-Instrument, das nach afrikanischem Vorbild mit einer Hand und einem Stock gespielt wird und um die Hüfte gehängt getragen wird. Als Tutti-Instrument ist sie den Surdos zugeordnet, da sie die Grundschläge markiert. Ihr 16tel-Pattern wird in den Samba-Schulen ebenfalls nur selten variiert. Die Schlagtechniken ähneln denen der Surdo.

Sie besteht aus einem zylindrischen Trommelkessel aus Aluminium, selten Holz, in den Größen 8"x10" (Bacurino, nur bei Timbalada), 10"x10" oder 12"x12" mit zwei Plastikfellen. Der Klang ist sehr hell und metallisch (ähnlich den Timbales), je nach Höhe der Stimmung auch sehr kurz und trocken.   

"Eine Besonderheit sind die Rim-Shots. bei denen ein lauter Ton dadurch erzeugt wird, indem man den Metallring und das Fell gleichzeitig anschlägt. Rim-Click's sind Sounds, bei denen nur der Metallring (Rim) angeschlagen wird. Zusätzlich kann man den Stick "hüpfen" lassen um einen kurzen Wirbel zu erzeugen. Die linke Hand schlägt wie auf einer Conga. Wie die einzelnen Schlagweisen genau gespielt werden, hängt davon ab wie es am besten klingt, und wie es am meisten Spaß macht. Nichts ist schlimmer als eine mechanisch unsensibel gespielte Repinique"

Mit der Figur »Charma« ruft der Repinique-Spieler die anderen Instrumentalisten und bereitet ihren Einsatz vor.


"In Bahia wird im Gegensatz zum Rio-Stil meistens mit zwei dünnen, langen Stöcken gespielt, was den Klang sehr knatternd macht. Die dortigen Rhythmen werden im allgemeinen Hand zu Hand gespielt und die Instrumente werden in Kniehöhe getragen, nicht in Gürtelhöhe wie in Rio. Wer der historische Vorläufer der Repenique war, ist unklar. Die Spieltechnik mit nur einem Stock und der bloßen Hand ist möglicherweise auf ähnliche Spielweisen im Candomblé zurückzuführen."

 

                                                                                                   

   Eine Rahmentrommel, die an beiden Enden mit einem Kunstfell bezogen ist, wobei am unteren Fell auf der Außenseite mehrere Metallseiten /Snarrseiten gespannt sind. Gespielt wird mit zwei Sticks / Holzschlägeln. Das Instrument hängt an einem Gurt um die Hüfte.    

Die Caixa spielt einen durchgehenden "Teppich" von betonten und unbetonten Schlägen.   "Durch eine gekonnte 3-zu-4-Verschiebung im Rhythmus wird allerdings jedes geordnete Marschieren unmöglich gemacht"

Sie entspricht unserer kleinen Trommel und besteht aus einem zylindrischen Kessel aus Aluminium, der folgende Größen haben kann: 12x5" und 14x3 bis 7". 

"Es gibt noch verschiedene zusätzliche Namen, wie Tarol, Malacatcheta, Caixa de guerra, Caixa Repique. Deren Zuordnung zu einem bestimmten Äußeren ist aber nicht immer einheitlich. Die heutzutage in den großen Batucadas in Rio benutzte Ausführung ist diejenige, bei der über das Schlagfell 2-4 alte Gitarrenseiten gespannt sind, die der Trommel eine eher harten und groben, aber extrem trockenen Klang verleihen."

"Geschlagen wird sie ganz normal mit zwei Trommelstöcken; allerdings weisen die Rhythmen oft sehr unorthodoxe Handfolgen auf. Hand zu Hand wird eher selten gespielt. Die Trommel kann entweder vor dem Körper oder im Arm (caixa em cima) getragen werden. Die Caixas tragen mit ihren von Schule zu Schule variierenden Patterns ganz wesentlich zum individuelllen Gesicht jeder Batucada bei. Meist werden zwei, manchmal auch drei verschiedene Stimmen gespielt (von bis zu 20 Trommeln pro Stimme!), die auf 16tel-Basis jeweils verschiedene Akzentuierungen spielen.

Bei den nordbrasilanischen Stilen (Samba-Reggae, Forró, Maracatu etc.) findet die uns geläufigere Version mit normalen Schnarrsaiten (Drahtspiralen) auf der Trommel-Unterseite Verwendung." Meist wird auch nur mit ein bis zwei Caixas besetzt. 

 

                                                                                                   

     Die Reco-Reco sind die Vertreter der

Schrappinstrumente. Sie existieren ebenfalls in vielen verschiedenen Formen.  

Zum einen gibt es Metallzylinder mit strukturierter Oberfläche (ähnlich einem Waschbrett). Dann gibt es Radkappen oder U-förmige Metallteile, in denen Metall-Federn gespannt sind. Beide Ausführungen werden mit einem Metallstäbchen gespielt, dass über die Oberfläche bzw. Federn reibt. 

Ein anderer Vetreter sind zylindrische Holzröhren (siehe Foto), in deren Oberfläche Riefen geschnitten sind, über die man mit einem Holz- oder Bambusstäbchen reibt. Sie spielen den 16tel-Puls, wobei jeweils das 2. und 3. 16tel jeder Vierergruppe betont werden.

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