Der Tamborim ist eine kleine Rahmentrommel mit einem
Durchmesser von ca. 16 cm, bespannt mit eine Kunstfell, das nur die obere Seite bedeckt und gestimmt werden kann.
Mit seinem trockenen und knatternden Klang ist es die am höchsten gestimmte Trommel der Batucada. Geschlagen entweder mit einem dünnen Holzstöckchen (kleine Besetzung) oder mit einer Plastikpeitsche (Open-Air-Batucada) mit meist drei ca. 3-4 mm dicken Kunststoff-Stäbchen, die in einem gemeinsamen Griff enden.
Der Grundrhythmus wird oft durch eine spezielle Technik, nämlich der Drehbewegung des Tamborims um seine Längsachse gespielt, wobei der Stock (Peitsche) sowohl mit Auf- wie mit Abwärtsbewegung gegen das Fell schlägt.
In den Sambaschulen werden sie bisweilen hoch über dem Kopf mit einer ziemlich langen Peitsche in atemberaubender Geschwindigkeit gespielt.
Es gibt verschiedene Spielweisen:
Man kann offene und geschlossene Töne spielen. Das Tamborim wird mit Daumen und Zeigefinger gehalten, die anderen Finger, oder auch nur der Mittelfinger dämpfen, bzw. spannen das Fell bei den geschlossenen Schlägen.
Geübte können auch die Tamborim-Patterns mit Fingertipps der linken Hand ausfüllen. Anstatt der Fingertipps ist es auch möglich, das Tamborim in den Zwischenräumen blitzschnell zu drehen und das Fell mit dem Stick von unten zu schlagen. Man kann dies durchgehend machen - entsprechend den Fingertipps - oder aber nur auf dem Off-Beat /zwischen den Schlägen) drehen.
"Tamborims kommen mit Ausnahme von Pagode-Besetzungen nur in Gruppen (bis zu 40 Tamborims!) vor. Bei den großen Samba-Schulen spielen sie neben dem 16tel Grundpuls mit Drehbewegung kürzere und längere rhythmische Linien, die mit der Melodie des jeweiligen Liedes korrospondieren. Während das Tamborim in der Batucada so hoch wie möglich (!!!) gestimmt wird, spielt man in kleineren Ensembles (Pagode) mit tieferer Stimmung, so dass der Klang weicher wird. Das Tamborim hat keinen 'außerbrasilianischen' Vorläufer. Manche vermuten, dass ursprünglich Zigarrenkisten als Trommel eingesetzt wurden, aus denen sich dann das Tamborim entwickelte."

http://www.brasiloewe.de/seite1.htm:
"Eines der anspruchsvollsten und interessantesten Instrumente der Batucada ist bestimmt das Pandeiro. Viele verschiedene Töne kann man dieser Gesellentrommel rauslocken. Man könnte sie am ehesten mit einem Tamborim vergleichen, in das seitlich Schellen eingelassen wurden, um einen weniger peitschenden Ton zu erzeugen. Außerdem wird es nur mit den Händen gespielt. Es kann klingen wie eine Ganza (Shaker). wie eine Caixa (Snare-Drum) oder wie einer Conga mit ihren warmen offenen Tönen und knalligen Slaps.
Das Pandeiro kam mit den Mauren aus Nordafrika auf die iberische Halbinsel, als diese dort das Kalifat von Corduba gegründet haften. Die Portugiesen brachten das Pandeiro mit nach Brasilien. Hier entwickelte sich das Pandelrospielen zu einer eigenen Kunstform. lm Capoeira wurde es beispielsweise zu einer tragenden Stütze für die Tänzer. In den Samba-Schulen wird das Pandeiro nicht nur mit großer Geschwindigkeit gespielt, sondern die Spieler tanzen dazu, machen Pantomime und jonglieren mit einem oder sogar mehreren Pandeiros. Sie balancieren ihre Instrumente auf einen Finger, lassen sie über ihre Brust rollen, katapultieren sie hoch in die Luft etc. Beim Karneval in Rio gibt es jedes Jahr einen Wettbewerb für den besten Pandeiro- Spieler und -Jongleur
Wie wird das Pandeiro gespielt?
Es wird in einer bequemen Höhe, meist auf Nabelhöhe mit der linken Hand gehalten, bei Marathonstücken kann man auch in Augenhöhe beginnen und mit zunehmender Ermüdung langsam nach unten sinken. Der Mittelfinger und evtl. Ring- und/oder kleine Finger dämpfen das Fell bei den gedämpften Schlägen. Die linke Hand unterstützt mit weichen kreisenden Kippbewegungen die Schläge der rechten Hand.
Die rechte Hand kann fünf verschiedene Schläge ausführen, immer mit lockerem Handgelenk und Unterarm. Wichtig sind vor allem drei dieser Schläge:
1. Daumenschlag. Mit dem gestreckten Daumen seitlich ca. 2 cm vorn Rand spielen, so das der Daumen vorn Fell zurückspringen kann. Mit der linken Hand das Pandeiro in horizontaler Lage halten.
2. Finger Tipps. Mit den Zeige- und dem Mittelfingerspitzen -spielen, es hilft dabei die Hände in einer Art Klauenstellung zu spannen. Die Linke kippt das Pandeiro.
3. Handballerschlag. Einfach nach dem Fingertipp die Hand nach unten auf den Ring des Instrumentes schlagen, wobei vor allem die linke Hand des Schlag gegen die Rechte ausführt."

Agogo bezeichnet in der afrikanischen Sprache Yoruba (die vor allem im heutigen Nigeria gesprochen wird) nicht nur die Doppelglocke, sondern dieses Wort heißt auch "Zeit". In "Afrika werden auf der Agogo "Time-Line-Pattern" gespielt. Das sind asymmetrische Rhythmusformeln, die ständig wiederholt werden und an denen sich die anderen Musiker orientieren."
Die Agogo ist eine Doppel- oder Dreifachglocke aus Metall mit einem U-förmigen Metallbügel, an dessen Ende je ein Glockenkelch montiert ist (in der Glocke ist kein Schlägel montiert). Das Instrument stammt von der afrikanischen Westküste. Die Glocken sind unterschiedlich groß und werden mit einem Schlegel aus Holz von außen geschlagen. Durch das Zusammendrücken der Glocken und die unterschiedliche Größe der Glocken lassen sich Melodien spielen.
Mit der Agogo gibt es die Möglichkeit, jede Glocke einzeln, mit zusammengedrückten Kelchen, oder nur die Kelche, ohne Schlag durch den Holzschlägel, zusammenzudrücken
"Der Tonabstand zwischen den beiden Glocken beträgt eine Terz bis eine Quinte; die absolute Tonhöhe kann (je nach Sambaschule) sehr unterschiedlich sein. Manchmal werden auch bis zu vier Glocken verbunden, so dass kleine Melodien gespielt werden können. Einen besonderen, schnarrenden Klang kann man erzeugen, indem man die Glocken in den Pausen zwischen den geschlagenen Noten gegeneinander drückt, was gleichzeitig auch den Nachklang unterbindet. Im Gegensatz zu Afrika, wo die Glocken die Schlüssel-Patterns spielen, an denen sich alles orientiert, spielen sie in den Samba-Schulen oft keine festgelegten Patterns, sondern improvisieren über ein Basis-Pattern, das meist ein synkopierter 16tel-Rhythmus ist.
In Brasilien wird auf der Agogo jedoch auch ausführlich und gerne Improvisiert. Neben den Tönen der beiden Glocken, die man mit einem Stick spielt gibt es auch den Klick-Sound, wenn man die beiden Glocken mit der linken Hand ruckartig zusammendrückt (wie die Fingertipps beim "Tambrorim", auch hier sog. muftled tone). Fast wie ein Echo
Im Norden Brasiliens werden Agogos beim Baiao, beim Maracatu sowie beim Afoxé verwendet (nicht bei Samba-Reggae!), wo sie, wie in Afrika, nur einfache, sich wiederholende Rhythmen spielen."
Eine Sonderform der Agogô ist die Frigideira. Das sind zwei kleine Bratpfännchen die, mit einem U-förmigen Draht verbunden, gespielt werden wie die Glocken

sind mit Perlenketten überzogene Flaschenkürbisse, in moderner Ausführung auch Holzzylinder. Die Afoxe ist die kleinere Ausgabe. Die Klänge werden durch Hin- und Herbewegen zwischen den Händen, durch schütteln oder durch drehen erzeugt. Werden meist bei nordbrasilianischer Musik (Maracatu, Afoxé) verwendet.
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